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- 2011
- 450 Seiten mit 18 Illustrationen von Dieter Asmus
- 30,5 cm
- Gebunden
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Die Geschichte von Parzival, dem dummen Jungen und Gralsucher, gehört, so wie sie Wolfram von Eschenbach im frühen 13. Jahrhundert erzählt hat, zum Allergrößten, was jemals in deutscher Sprache gedichtet wurde. Wolfram erschuf auf der Grundlage einer französichen Vorlage nicht nur eine, sondern zwei Welten; durch sie wandern seine beiden Helden, Parzival und sein Vetter Gawan, auf der Suche nach Ruhm und Glück, gottes und der werlde hulde.
In dieser prächtigen, mit 18 Bildern von Dieter Asmus geschmückten Ausgabe, die Wolframs Text in der besonders gut lesbaren Übersetzung von Peter Knecht darbietet, erscheint dieses Stück der Weltliteratur wieder in der Buchform, die ihm angemessen ist: nicht als Studienausgabe (für eine eingeschränkte Leserschaft von Fachleuten), sondern als ein Angebot an alle Liebhaber schöner Bücher zum Lesen, Schauen und Schmökern – zum Entdecken und Wiederentdecken eines der besten deutschsprachigen Erzähler aller Zeiten.
Dieter Asmus hat für diese großformatige Ausgabe 18 (ganzseitig wiedergegebene) Gemälde geschaffen, die Glanz und Elend der in Wolframs Epos geschilderten ritterlichen Welt phantastisch-phantasievoll in Szene setzen.
Die Ausgabe bietet den Text in der Prosaübersetzung von Peter Knecht, die berühmt ist für ihren Schwung und die Fähigkeit, Wolframs manchmal bis zur Skurrilität kühne Sprache adäquat zu vermitteln.
Zu einer buchkünstlerischen Einheit zusammengefasst wurden diese ganz besonderen Elemente von Friedrich Forssman, der die Ausgabe von der Typografie bis zum Banderolenschuber gestaltet hat.
Die Kombination so unterschiedlicher künstlerischer Temperamente ergibt eine kreative Reaktion von mitreißender Kraft. Wolframs mitunter bestürzend unmittelbare Sprache wird mit Bildern konfrontiert, die ganz wie das Epos selbst Sinnsuche und Unterhaltungskunst verbinden: filmisch dynamisch mitunter, dabei sensibel für Zwischentöne und Ironien, spektakulär.

»Dieter Asmus ist es gelungen, in dieser langen Parzival-Schaffensphase eine atemberaubend harte, sogar im kleinsten Detail sich bekennende, allzeit inhaltlich Position beziehende Bildsprache zu entwickeln, die zwangsläufig sofort an die Wiedergeburt der Historienmalerei denken lässt. ... Dank der bildenden Kunst derart viel Gegenwart in eine 800 Jahre alte Prosa zu bringen, das Mittelalter so lebendig zu kommunizieren, verdient höchsten Respekt und reichlich Erfolg. Zugegeben: Dass Text und Bild am Ende eine großartige Symbiose darstellen würden, konnte zum Produktionsbeginn niemand wissen. Auch der Künstler nicht. Jetzt kann's jeder mit größtem Vergnügen sehen.« Kunstzeitung
»Parzival für Weihnachten. Bei Reclam ist Peter Knechts Parzival-Übersetzung von 1993 – sie erschien erstmals als Band 100 der Anderen Bibliothek – in bibliophiler Aufmachung neu herausgegeben worden. Wolfram von Eschenbachs Versepos wird mit grossformatigen Bildern des Hamburger Künstlers Dieter Asmus begleitet, die bald pathetisch, bald ironisch die Erzählung von dem 'tumben Tor' und Gralssucher überhöhen oder brechen.« Neue Zürcher Zeitung
»Der großformatige Band aus dem Hause Reclam bietet neben seinen achtzehn Illustrationen die Prosaübersetzung aus dem Mittelhochdeutschen von Peter Knecht und ein Nachwort von Volker Mertens. Eine Lese- und Augenlust.« Stuttgarter Zeitung
»Das Werk erscheint jetzt in einer prächtigen großformatigen Ausgabe bei Reclam: Buchkunst pur (...). Friedrich Forssman hat den Band gestaltet mit einer nobel anmutenden Typografie. In 18 ganzseitig wiedergegebenen Bildern vermittelt Dieter Asmus fantasievoll Glanz und Elend der ritterlichen Welt. Er vermeidet die gängigen Motive. Im kühnen Nebeneinander von Hell und Dunkel, im spielerischen Wechsel der Proportionen versinnbildlicht er Stärke, Schönheit, Kampf.« Sächsische Zeitung
»"… Es fiel hinunter und zerschellte." Den Sturz und die Wucht, von denen hier die Rede ist, hat Dieter Asmus in nahezu filmischer Rasanz im Bild aufgefangen. Der Künstler schuf 18 bestürzend schöne Bilder im Grenzgebiet von Fantasy und Malerei für die Parzival-Prachtausgabe des Reclams-Verlags.« Stuttgarter Nachrichten
Wolfram von Eschenbach, geboren um 1200. Der Epiker und Lyriker bezeichnet sich selbst als Ritter, die Herkunft aus Eschenbach (heute Wolframs-Eschenbach) südöstlich von Ansbach in Franken gilt als wahrscheinlich. In seinen Werken nimmt er u. a. Bezug auf die Herren von Dürne (Sitz: Burg Wildenberg bei Amorbach), auf die Grafen von Wertheim und v. a. Landgraf Hermann I. v. Thüringen, die zu seinen Mäzenen gehörten. W. war in erster Linie Epiker, wenn ihn auch seine Tagelieder als Lyriker von Rang ausweisen.
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Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 28. September 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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