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- Herausgegeben von Schmidt, Eva; Imorde, Joseph
- 2012
- 92 Seiten
- 200 mm
- Kartoniert/Broschiert
- Schriftenreihe des Museums für Gegenwartskunst Siegen
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Grasskamp entdeckt 1981 im documenta-Archiv einen technisch schlecht gemachten Abzug, der zwei Studenten vor einem Kandinsky-Gemälde zeigt. Grasskamp veröffentlicht das Foto mit der Bildunterschrift: Die Fotografie ist die berufene Kunst, um die geschichtsnotorische Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen darzustellen, und ein einschlägiges Meisterstückchen ist diesem unbekannten Fotografen auf der documenta 2 gelungen. Als dieser stellt sich der damalige Werkakademie-Student Hans Haacke heraus. Grasskamp zählt die so genannten Fotonotizen zu einem Schlüsselwerk in dessen Euvre, da hier die Charakteristika seines Werks schon deutlich erkennbar sind: Skepsis, Kritik sowie ein spielerischer Ernst der Reflexion und ein unübersehbares Vergnügen an der Entlarvung fragwürdiger Ansprüche. Aus Haackes ca. 300 Documenta-Aufnahmen wählt er später einen Satz von 26 Fotografien aus, wovon sich einer als Dauerleihgabe im Museum für Gegenwartskunst in Siegen befindet.
Walter Grasskamp, geboren 1950, ist Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Arbeitsschwerpunkte sind moderne und zeitgenössische Kunst, Museumsgeschichte, Kulturpolitik sowie Kunst im öffentlichen Raum.
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Diesen Artikel haben wir am Freitag, 21. Oktober 2011 in unseren Katalog aufgenommen.
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