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- Aus dem Englischen von Martina Wiese
- Illustrationen von Catherine Stoodley
- 2010
- XVIII, 349 Seiten mit Abbildungen
- 19 cm
- Kartoniert/Broschiert
- Spektrum Taschenbuch
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»Wir sind nicht zum Lesen geboren«, sagt Maryanne Wolf. Es gibt keine Gene, die je die Entwicklung des Lesens befohlen hätten. Der Mensch erfand das Lesen erst vor wenigen tausend Jahren. Und mit dieser Erfindung veränderten wir unmittelbar die Organisation unseres Gehirn, was uns wiederum zuvor ungekannte Denkweisen eröffnete und damit die geistige Evolution unserer Art in neue Bahnen lenkte. Im Lesesaal des Gehirns erkundet die wundersame Fähigkeit unseres Gehirns, sich als Reaktion auf äußere Veränderungen immer wieder anzupassen und umzugestalten.
Die Autorin geht der Frage nach, wie und warum diese »offene Architektur«, also die Elastizität und Plastizität unseres Gehirns, den Menschen einerseits hilft, andererseits aber Schwierigkeiten bereitet, lesen zu lernen und geschriebene Sprache zu verarbeiten. Sie untersucht außerdem, was im Gehirn von Menschen geschieht, die etwa an Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden oder gegen sie ankämpfen.
Wolf, eine international angesehene Expertin für die Zusammenhänge zwischen Lesen und Gehirn, bringt ihre persönliche Leidenschaft und schriftstellerische Gabe in diese Geschichte des lesenden Gehirns ein. Jeder, der gerne liest, wird von diesem kleinen Meisterwerk der populärwissenschaftlichen Literatur fasziniert sein.
Maryanne Wolf leitet das Center for Reading and Language Research an der Tufts University. Die Professorin für kindliche Entwicklung arbeitet auf dem Gebiet der kognitiven Neurowissenschaften mit dem Forschungsschwerpunkt Dyslexie (Legasthenie) und ist eine Expertin für die Zusammenhänge zwischen Lesen und Gehirn.
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort.- Teil I: Wie das Gehirn lesen lernte.- Unterricht mit Proust und dem Tintenfisch. Wie sich das Gehirn ans Lesen anpasste die ersten Schriftsysteme. Die Geburt eines Alphabets und Sokrates Einwände.-Teil II: Wie das Gehirn eines einzelnen Menschen lesen lernt.- Der erfolgreiche oder weniger erfolgreiche Weg zum Lesen. Die Naturgeschichte des Leseerwerbs die Verknüpfung der Teile im jungen lesenden Gehirn. Die unendliche Geschichte der Leseentwicklung. Teil III: Wenn das Gehirn nicht lesen lernen kann.- Das Rätsel der Dyslexie und die Hirnstruktur. Gene, Talente und Dyslexie. Vom lesenden Gehirn zu dem Nächsten . Anmerkungen.- Index
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Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 11. Januar 2012 in unseren Katalog aufgenommen.
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