bilgerverlag Artikel-Nr.: 9783037620038 Artikel-Info/Bestellschein
Hotlist 2009 - die Empfehlungen der Independents
Ein berührender, aufrüttelnder Wüstenroman: von einem vergessenen Krieg, von Einsamkeit und Sehnsüchten, von der Liebe.
In einem UN-Camp in der Westsahara treffen sie zusammen: UNO-Beobachter, Männer und Frauen aus den reichen Ländern, die im Dienste der längst abgestumpften Weltöffentlichkeit den Waffenstillstand überwachen und ein Referendum organisieren sollen. Einer von ihnen ist Frank. Unter der prallen Wüstensonne, die alles zum Flirren bringt, plätschern die Tage dahin. Nachts wird Dattelschnaps getrunken. Schmuggel, Drogen und Prostitution bestimmen das Lagerleben. Sandstürme erzeugen Schimären von Hoffnung und Wahn. Bis Duncker, ein Architekt mit kühnen Plänen auftaucht und in Franks Wohncontainer einzieht. Duncker erinnert Frank an jenen Mann, den er vergessen wollte. Und schlimmer: mit Duncker kommt die Erinnerung an Alma, Franks große Liebe, mit der er sich einst ins Leben aufmachte.
Daniel Goetsch ist 1968 in Zürich geboren und lebt in Berlin. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft schrieb er mehrere Theaterstücke, u. a. den Monolog "Mir“ sowie die komische Tragödie "Ammen“ (Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts). Im Jahr 2000 besuchte er den Dramenprozessor und 2004 das Autorenförderprogramm von DRS1. In der Folge entstanden die Hörspiele "Das Hotel hat ein Loch“ und "Der Fleischgott“. Sein Debütroman "Aspartam“ erschien 1999, dann folgten "X“ 2004 (ausgezeichnet mit dem Werkjahr des Kantons Zürich) und "Ben Kader“ (2006).
»Ein in intensiven Farben leuchtender, literarisch anspruchsvoller, politisch hellwacher Roman. Respekt!« Martin Ebel, Tages-Anzeiger
»Ein sehr beachtlicher Roman eines Schweizers über Afrika: Ein Flüchtligscamp in der Westsahara mit internationalen Helfern und Soldaten der UNO. Es herrscht eine paranoide Atmosphäre des Misstrauens. In den labyrinthischen Verhältnissen des Camps versickern die politischen und humanitären Ambitionen. Goetsch erzählt dicht, gemischt mit politischen Reflexionen, namentlich zur Theorie Carl Schmitts.« Hubert Winkels, Alfred-Kerr-Preisträger im Börsenblatt, Magazin für den deutschen Buchhandel
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